Im Zentrum des Projekts stehen unter anderem folgende Inhalte:

  • Zugeschnitten auf die besonderen Bedarfe
  • Vermittlung taubblindenspezifischer Techniken, Strategien und Fertigkeiten
  • Erlangung größtmöglicher Selbständigkeit im Beruf und Alltag
  • Kommunikationsstrategien und -techniken kennen und anwenden lernen

Was verstehen wir unter Hörsehbehinderung/Taubblindheit

Taubblindheit/Hörsehbehinderung ist eine Behinderung eigener Art, die sich nicht aus der einfachen Addition von Taubheit und Blindheit ergibt. Da der eine Fernsinn nicht oder nicht ausreichend durch den anderen kompensiert werden kann, treten häufig bereits bei relativ geringen Beeinträchtigungen der beiden Fernsinne Sehen und Hören schwere Beeinträchtigungen der Gesamtentwicklung oder der Teilhabe auf.

Entscheidend für die Definition von Taubblindheit ist der taubblindenspezifische Unterstützungsbedarf und damit die funktionale Beeinträchtigung. Taubblindheit/Hörsehbehinderung tritt mitunter in Verbindung mit weiteren körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen auf. Im Rahmen der funktionalen Diagnostik von Taubblindheit und Hörsehbehinderung ist die Potenzierung durch vorliegende weitere Beeinträchtigungen und begleitende Verhaltensweisen zu berücksichtigen, die Einfluss auf das funktionale Hörsehvermögen nehmen können. Der Zeitpunkt des Eintritts der Behinderung vor bzw. nach dem Spracherwerb ist von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Menschen mit Hörsehbehinderung/Taubblindheit.

Hörsehbehinderung und Taubblindheit - kein ganz neues Thema

Mitarbeitende der Nikolauspflege und des SFZ arbeiten jeden Tag mit Menschen, die die unterschiedlichsten Sehbeeinträchtigungen mitbringen. Manche dieser Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben zusätzlich eine Hörbeeinträchtigung und wurden z.B. mit einem Hörgerät versorgt.

Der Unterstützungsbedarf hörsehbeeinträchtigter Menschen ist weitreichender als das bislang Vertraute – das haben viele der Mitarbeitenden im Alltag bereits erfahren.

Folgende Situationen kennen wir:

  • Andreas arbeitet am Bildschirmlesegerät und trägt ein Hörgerät - er ist in der letzten Zeit im Unterricht passiver als sonst. Wenn man ihn anspricht, wird klar, dass er dem Unterrichtsgespräch nicht folgen kann
  • Azra hat das Gefühl, dass sie nicht Teil der Gruppe ist, sie denkt, die anderen reden und lachen über sie.
  • Elisabeth, hörsehbehindert, wurde im Alter von 38 Jahren früh verrentet, da keine berufliche Perspektive gesehen wurde

 

Folgen Sie uns auf Social Media

Kontakt

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Jana Martin
0152 06287970

Senden Sie uns eine Nachricht